24. März 2017

Internationalen Frauentag und 8. Mai zum gesetzlichen Feiertag machen

Der Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden wird weltweit von Frauenorganisationen am 8. März begangen. Initiiert wurde der Internationale Frauentag im Kampf um Gleichberechtigung und Wahlrecht für Frauen durch Clara Zetkin.

Erstmalig fand er 1911 statt. Nach einem Verbot durch die Nationalsozialisten, geriet er nach dem 2. Weltkrieg zunächst in Vergessenheit und wurde dann durch die Frauenbewegung wieder ins Leben gerufen. 1975 proklamierte die UNO den 8. März zum Internationalen Frauentag.

Es ist ein Tag, um auf weiterhin bestehende Frauen betreffende Missstände wie ungleiche Entlohnung, Diskriminierung und Gewaltverhältnisse aufmerksam zu machen und auf deren Beseitigung hinzuwirken. Angesichts dieser strukturellen Benachteilung von Frauen ist es von hoher symbolischer Bedeutung, den Gleichberechtigungsanspruch des Grundgesetzes sowie der bremischen Landesverfassung durch einen Feiertag zu untermauern.

Auch feiertagspolitisch ist es nicht nachvollziehbar, warum in einer Gesellschaft, in der die christliche Religion eine immer geringere Rolle spielt, zwei Drittel der gesetzlichen Feiertage den christlichen Kirchen zugestanden werden. Ein gesetzlicher Feiertag für Gerechtigkeit für Frauen könnte einen wichtigen Akzent für ein politisches Anliegen setzen, das uns alle angeht.

Gerade in Zeiten, in denen rechte und rechtspopulistische Bewegungen und Parteien Rassismus und die Diskriminierung von Minderheiten in Deutschland wieder befeuern, ist es geboten die Voraussetzung für unsere Demokratie mit einem gesetzlichen Feiertag zu würdigen. Hierfür bietet sich der Tag der Befreiung vom Faschismus an. Am 8. Mai erfolgte die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht, dadurch wurde das Ende des Zweiten Weltkrieges eingeläutet. In Europa steht dieser Tag seitdem für die Befreiung vom Nationalsozialismus.

Bremen würde damit auch nicht alleine stehen. Der 8. Mai wird in anderen europäischen Ländern als Feiertag begangen, so in Frankreich, der Slowakei und Tschechien. In zwei anderen Bundesländern wird der 8. Mai als offizieller Gedenktag begangen. In Mecklenburg-Vorpommern ist dies seit 2002, in Brandenburg seit 2015 der Fall.

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