15. Juni 2018

Information über Schwangerschaftsabbrüche gesetzlich verankern! – Gesetz zur Änderung des Schwangerenberatungsgesetzes

Foto-Quelle: www.linksfraktion-hamburg.de

Das Schwangerschaftskonfliktgesetz schreibt vor, dass die Länder ein ausreichendes Angebot wohnortnaher Beratungsstellen für die Beratung bezüglich Schwangerschaftsabbrüche sicherstellen und dass die Ratsuchenden zwischen Beratungsstellen unterschiedlicher weltanschaulicher Ausrichtung auswählen können.

Eine ausreichende und plurale Beratung beinhaltet zweifelsfrei genaue Informationen darüber, in welchen medizinischen Einrichtungen der Schwangerschaftsabbruch tatsächlich vorgenommen werden kann. Zurzeit sind  diese Informationen im Land Bremen nicht verfügbar.

Es herrscht bei den Behörden ein Zustand der Unwissenheit, der verhindert, dass die Pflicht des Landes Schwangeren gegenüber in Bezug auf eine ernstzunehmende Beratung erfüllt wird. 

Schwangere müssen sich umfassend darüber informieren und die freie  Auswahl treffen können, wo und bei wem sie diesen Eingriff durchführen lassen. Dass ihnen vom Staat Steine in den Weg gelegt werden, ist nicht nur anachronistisch sondern es handelt sich um eine Einschränkung der hart erkämpften reproduktiven Rechte der Frauen.

Das Land Bremen soll über einen Antrag der Linksfraktion die derzeitige Situation zu beenden und ein Verzeichnis über Stellen, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen, öffentlich zugänglich machen, denn Schwangeren sollen nicht erst eine Beratungsstelle aufsuchen müssen, um zu erfahren, wer wo Schwangerschaftsabbrüche überhaupt vornimmt.

Klicken Sie bitte hier, wenn Sie den kompletten Antragstext einsehen möchten.