18. März 2019

Lohnabstand zwischen Frauen und Männern unverändert hoch Equal Pay Day: LINKE beantragt Aktuelle Stunde

Mit 21 Prozent hat sich der Verdienstunterschied zwischen Männern und Frauen im Jahr 2018 bundesweit nicht verändert. Bremen liegt mit 22 Prozent unverändert im unteren Drittel bei der Entgeltgerechtigkeit, so die Zahlen des statistischen Bundesamtes zum Gender Pay Gap nach Bundesländern 2018. Die Auswertung der Hans-Böckler-Stiftung kommt bei Niedersachsen/Bremen zusammen genommen auf 21,8 Prozent.

Am besten kommen die ostdeutschen Bundesländer in dem Ranking der geschlechterspezifischen Diskriminierung am Arbeitsmarkt weg. „Brandenburg mit zwei Prozent und Sachsen-Anhalt mit drei Prozent lassen die sogenannten alten Bundesländer wirklich alt aussehen“, kommentiert Claudia Bernhard, gleichstellungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE in der Bremischen Bürgerschaft, die Zahlen.  Laut Arbeitnehmerkammer ist der Lohnunterschied bei Frauen gerade in den Bereichen Gesundheit und Sozialwesen besonders hoch mit 31,2 Prozent, in der öffentlichen Verwaltung ist der Unterschied mit 6,5 Prozent am niedrigsten. (Zahlen für 2016).

„Die Gründe für diese erschreckende Situation sind vielfältig und die Lösung muss politisch gesteuert werden. Wir brauchen eine bessere Unterstützung von Frauen in der Wirtschaft. Wir brauchen mehr Tarifbindung und ein wirksames Entgeltgleichheitsgesetz, eine intensivere Förderung der Branchen, in den überwiegend Frauen arbeiten. Und wir brauchen mehr Vollzeitstellen für Frauen, ausreichende KiTa-Plätze, Weiter- und Fortbildungsmöglichkeiten, die auch machbar und umsetzbar für die Frauen sind. Ohne diese Maßnahmen werden wir die Geschlechterordnung und die Machtstrukturen auf dem Arbeitsmarkt nicht überwinden können.“

DIE LINKE hat für die kommende Bürgerschaftssitzung am 27. März 2019 eine Aktuelle Stunde beantragt.

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