22. Februar 2019

Super-GAU für werdende Mütter: Der Notstand in der Geburtshilfe muss schleunigst beendet werden

Der Kreissaal des Bremer Krankenhauses St. Joseph-Stift ist aufgrund von Krankheitsausfällen bis morgen Mittag geschlossen.

„Das ist ein Versorgungs-GAU für werdende Mütter. Diese Schließung zeigt, dass die Bremer Hebammen am Limit sind, der Krankheitsausfall zeigt, wie katastrophal die Situation inzwischen ist“, kommentiert Claudia Bernhard, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der LINKEN in der Bremischen Bürgerschaft, die überraschende Schließung. „Grund dafür sind unter anderem die schlechten Arbeitsbedingungen und die hohen Belastungen im Job, die aufgrund der gestiegenen Geburtenraten und fehlenden Personals für den hohen Krankenstand verantwortlich sind.“

Aktuell sollen im Land Bremen zurzeit 19 Hebammenstellen unbesetzt sein, wie der Hebammenlandesverband Bremen e.V. mitteilt. Mit einem Antrag, der voraussichtlich am Mittwoch in der Bremischen Bürgerschaft behandelt wird, will DIE LINKE erreichen, dass der Senat unter anderem ein Konzept erstellt für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Hebammen in der klinischen Geburtshilfe. Ferner soll ein Modellprojekt erarbeitet werden, welches Wiedereinstiegsmodule in die Geburtshilfe für Hebammen vorsieht.

„Wir brauchen dringend kurzfristig wie langfristig auskömmliche Arbeitsbedingungen in der Geburtshilfe. Solche Situationen wie heute dürfen sich nicht wiederholen. Geburten sind in der Regel nicht planbar. Kinder kommen schließlich nicht dann auf die Welt, wenn gerade genügend Hebammen arbeiten.“

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