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Claudia Bernhard

Verdichtung braucht Augenmaß! Die Bebauung der Blumenstraße darf so nicht beschlossen werden

„In der Baudeputation letzten Donnerstag wurde deutlich: Die Bebauung der Blumenstraße im Viertel ist in der vorgesehenen Weise falsch. Sie ist zu hoch und müsste um ein Stockwerk reduziert werden. In der Diskussion dazu gab es nicht nur von der LINKEN Bedenken. Trotzdem wurde der Bericht zum Bebauungsplan in unveränderter Form beschlossen. Das ist kein guter Umgang mit dem Viertel und ein ganz schlechtes Signal an die Betroffenen. Wir fordern den Senat und die Bürgerschaft auf, den Bebauungsplan so nicht zu beschließen und die Frage noch einmal aufzurollen. Die Gegensätze liegen nicht weit auseinander, es fehlt nicht viel zu einer konsensualen Lösung. Durchziehen gegen die Vernunft ist falsch“, so Claudia Bernhard, stadtentwicklungspolitische Sprecherin der LINKEN in der Bremischen Bürgerschaft.

Bernhard: „Es handelt sich um eine klassische Blockrandbebauung, wie sie im Viertel prägend ist. Die Blumenstraße ist ein schmaler Weg, der diesen Block durchquert. Der Garagenhof im Inneren des Blocks soll jetzt durch ein dreistöckiges Wohngebäude ersetzt werden. Damit macht man etwas, was schon beim berüchtigten Berliner Mietskasernenbau um 1900 der Kardinalfehler war: Man baut in die Freifläche im Inneren der Blockrandbebauung hinein. Die Darstellung auf Seite 12 der Begründung zum Bebauungsplan zeigt es deutlich: Durch die geplante Bebauung entsteht in der östlichen Hälfte ein neuer Baublock, der überhaupt keine Freifläche mehr hat. Trotzdem sind sich die Anwohner*innen einig, dass eine Bebauung möglich ist – aber bitte nicht mit drei Stockwerken, die aus der Blumenstraße eine schmale, dunkle Schlucht machen. Ein Stockwerk muss runter, das ist allen klar, die sich damit beschäftigt haben.“

„Die Frage geht über die Probleme der Anwohner*innen hinaus. Das Viertel ist der am dichtesten besiedelte Stadtteil Bremens, mit einer hohen Lebensqualität und einer gewachsenen Baustruktur. Das schließt nicht aus, dass an geeigneter Stelle nachverdichtet wird. Bei Block-Innenbebauung ist aber höchste Zurückhaltung angebracht. Wir appellieren daher eindringlich an Senat und Bürgerschaft, die Blumenstraßen-Bebauung nicht in dieser Form zu beschließen, sondern noch einmal zu überarbeiten“, so Bernhard abschließend.

Den Vorhabenbezogenen Bebauungsplan 133 zur Blumenstraße finden Sie hier.